Wir leben in einer traurigen, heuchlerischen Welt.

Geschrieben von kingalca am 2. Juli 2013
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Wir leben in einer traurigen, heuchlerischen Welt.

In den vergangenen 2 Wochen spüre ich eine immer größer werdende Wut in mir – ich bin quasi empört. Empört darüber, dass Regierungen nach dem Leben eines Menschen trachten, der der Welt gezeigt hat, dass jeder Mensch auf diesem Planeten erpresst werden kann.

Dieser Mensch, jeder kennt Ihn mittlerweile, Edward Snowden, floh vor allem was er hatte um der Welt zu zeigen, was falsch läuft. Und als Reaktion will ihn die USA wieder haben. Wenn das geschieht, dann sieht der gute Mann nie wieder Sonnenlicht. Und trotzdem gibt es Menschen, die sich nicht dafür interessieren.

Es interessiert sie nicht, dass wir kontrolliert werden. Es interessiert sie nicht, dass sie keine Privatsphäre mehr haben. Es interessiert sie nicht, dass der amerikanische und brittische Geheimdienst wissen, wann und wo Sie mit wem Sex hatten oder haben werden, welche Drogen konsumiert werden und warscheinlich sogar, welcher Duschvorhang in Ihrem Badezimmer hängt.

Ecuador bot Snowden Asyl. Jetzt haben Sie ihn abgelehnt – aus formalen Gründen angeblich. Die USA hat überall Ihre Finger im Spiel und Barack Obama wird weiterhin wie ein Held gefeiert. Ein Held, der er nicht ist. Bis vor einiger Zeit dachte ich, dass er ein guter Mensch sei. Aber jemand, der weltweite überwachung zulässt, zum Schutz der eigenen Bevölkerung. Die anderen Länder befolgen den Druck der USArianer und das obwohl wir so verarscht werden. Es ist einfach traurig.

Noch vor 6 Monaten ließ die CSU verlauten, dass totale Überwachung zum Wohl aller wäre – jetzt merken Sie selbst, dass auch Sie überwacht werden können und schon ist es ein großer Klimbimm – der Arsch geht Ihnen auf Grundeis. Und plötzlich ist das Geschrei groß. Die selbe Partei verbündet sich ohne Kompromiss mit dem Schurkenstaat, der uns versucht zu durchleuchten – wollt Ihr das wirklich zulassen?

In so einer Welt möchte ich nicht leben. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der Doppelmoral mehr wert ist, als Privatsphäre, Charakter und Sicherheit. Denn: sicher fühle ich mich nicht, wenn ich tagtäglich verfolgt und überwacht werde. Ich möchte nicht beobachtet werden.

Und trotzdem steckt die Welt seinen Kopf in den offenen und ausgeweiteten Arsch der Amerikaner. Sie belauschen uns. Sie lesen unsere Nachrichten. Aber nicht nur USA. England. Der eigene BND. Mit Sicherheit auch alle anderen Länder. Und sowas lassen wir zu. Das Volk widerspricht nicht. Das Volk akzeptiert, ohne Wenn und Aber.

Snowden ist gerade auf unserem Kontinent – den wir regieren. Russland wird Ihn sicherlich aufnehmen, aber die EU sollte jetzt Eier zeigen und Ihn aufnehmen – und mit allen Mitteln beschützen, alle NSA Außenposten von der Internet-Verbindung wegkappen und US-Amerikanische Botschafter ausweisen.

Ja, öh, warum denn jetzt die Botschafter? Die haben doch gar nichts gemacht.

Ein Botschafter (frz.ambassadeur, engl.ambassador) ist ein Diplomat, also der beamtete oberste Beauftragte eines Staates in einem anderen Land oder bei einer internationalen Organisation. Er wird vom Außenministerium entsandt und ist der persönliche Repräsentant des Staatsoberhauptes seines Landes. Das diplomatische Korps eines Landes wird vom dienstältesten Botschafter, dem Doyen, geleitet, wenn nicht der Apostolische Nuntius vom Empfangsstaat zum Doyen bestimmt wurde. (Wikipedia)

AHA! Der Botschafter ist also der oberste Beauftragte in einem anderen Land. Deshalb. Und auch als Exampel, dass man sich nicht alles gefallen lässt. Wir müssen nicht von Amerika abhänig sein. Drastische Aktionen erfordern drastische Maßnahmen. Und das wäre eine.