Soziale Veränderung

Geschrieben von kingalca am 18. Juni 2012
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Soziale Veränderung

In der letzten Zeit hört man immer öfter von Begriffen wie NLP und Social Engineering. Grundlegend beschreiben diese beiden Begriffe das fortgeschrittene Manipulieren von sich selbst und anderen, was einem sehr häufig einen immensen Vorteil gegenüber Frau, Chef und Freunden bringen kann.

Nichts desto trotz ist Social Engineering nichts, was man einfach so beherrscht oder drauf hat. Davon abgesehen dient es häufig, Naja, Immer nur dem einen Sinn: dem Eigennutz, ohne Rücksicht auf Verluste.

Vorhin dachte ich während eines Kundentelefonates daran, in wie fern soziale Veränderungen unser handeln bestimmen und/oder beeinflussen.

An Hand eines Beispiels, dass durchaus vorkommen kann, möchte ich hier den genauen Gedankengang metaphorisch darstellen.

Wir haben zwei Personen. Person A und Person B. Die beiden leben in einer Beziehung und sind noch nicht sonderlich lange zusammen. Mit der Zeit entwickeln die beiden Gefühle für einander. Alles bekommt langsam aber sicher eine gewisse Routine und dieser Ablauf brennt sich Tag für Tag mehr in das Gehirn von A und B ein.

Irgendwann geschieht dann etwas Außergewöhnliches. Keine kleine Änderung wie die Haarfarbe von A, die sich plötzlich geändert hat, sondern etwas grobes. Betrug. Einlieferung in eine psychiatrische Klinik. Verhaftung. Dinge, die der jeweils andere Partner womöglich nicht wusste, weil der andere es verschwiegen hat.

Zu dem jetzigen Zeitpunkt hätten wir zweierlei „Verletzungen“ der Beziehung. Zum einen ganz klar der Vertrauensbruch, da man als Partner eigentlich von Ehrlichkeit und Offenheit aller Situationen ausgeht, zum anderen die kurzfristig sehr stark erhöhte Verlustangst.

Durch diese beiden Zustände wird beim betroffenen Partner eine Art Schuld ausgelöst, die auf kurz oder lang gewisse Enzyme im Kopf auslöst, die zu mehr oder weniger „dummen“ Aktionen führt, beispielsweise das „darüber hinweg sehen der Tat“ oder eventuell Vergeltung im Sinne von Betrug des Partners, der ebenfalls betrogen hat.

Solche Aktionen sind vermutlich auf eine gewisse Art und Weise berechenbar, da jeder Mensch einen gewissen Algorithmus hat, den ein anderer Mensch, beispielsweise enge Verwandte, aber auch Lebenspartner, früher oder später erkennen (sollten).

Was wäre nun, wenn man als Partner A dem Partner B suggeriert, dass in Näher Zukunft eine solche Situation eintreten könnte? An Hand einer Situation in der ich letztens selbst war konnte ich bemerken, dass die Gefahr eine solche Situation zu erleben, bei mir zur folge hatte, dass ich sehr irrational handelte und Sachen Tat, die ich normalerweise nicht einfach so tun würde.

Aber da man ja aus Fehlern lernen soll(te), entstand dadurch eben dieser Gedanke, was wohl passiert, wenn man ohne jeden Hintergrund jemandem so eine Situation androht.

Klar ist es ziemlich hinterlistig, davon mal abgesehen kann so ein Verhalten auch sehr schnell nach hinten los gehen kann.

Kontrollieren kann man sowas nur recht schwer, aber wenn man einen Draht zu dem jeweiligen Menschen hat könnte man es durchaus „in den Griff kriegen“.