Kein Verständnis für Idioten.

Geschrieben von kingalca am 12. September 2013
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Kein Verständnis für Idioten.

Wie witzig. Immer wieder schreien alle Leute wie wild zum Thema „Gleichberechtigung“ rum, ärgern sich darüber, dass Sie schikaniert werden, weil Sie offenbar in ein gewisses Profil passen, und so weiter und sofort, alle sind Täter, nur Sie selbst sind die Opfer. Aber immer ganz brav mit dem Finger, auf andere zeigen.

Meine lieben Leute: so ist das aber ganz und gar nicht.

In einem Blogeintrag schrieb ich vor wenigen Tagen einen – zugegebenermaßen – kritischeren Beitrag über meine persönlichen Erlebnisse über #schauhin. Und ich schrieb auch, dass ich das alles sehr lächerlich finde. Die Leute erfinden irgendwelche Storys (vermutlich), wollen Sterne und Aufmerksamkeit, aber das war es dann auch schon. Natürlich trifft das niemals auf alle Tweets dazu zu, man wird auch nie belegen können, wie viel davon wahr und falsch ist, und genau das ist das Problem: beweist mir mal das Gegenteil, bevor Ihr mich beleidigt.

Wenn jetzt jemand ankommt und sagt, dass er nicht alles glaubt was er liest, dann wird er ohne Wenn und Aber sofort als „Nazi“ oder „Arschloch“ oder halt eben „Ausländerfeindlich“ abgetan.

Leute, habt Ihr den knall nicht gehört? Ist es an euch vorbei gezogen, dass Rassismus in zwei Richtungen geht? Ihr verurteilt jemanden, der dasselbe kritisiert wie Ihr, nur dass es dieses Mal euch selbst betrifft? Das ist dann also Rassismus? Seid Ihr völlig unter eurer Restschuld aus dem zweiten Weltkrieg erdrückt? Seid Ihr ernsthaft solche geistig behinderten, dass Ihr das Unrecht, dass Ihr da selbst tut, im gleichen Atemzug an den Pranger stellt?

Spinnt Ihr?

Für jeden, der jetzt nicht den etwas längeren Beitrag von mir gelesen hat, hier die Kurzfassung: meiner Ansicht nach sind solche Hashtag-Sachen wie #aufschrei und #schauhin unglaublich nutzlos. Einfach weil die meisten Beiträge aus der Nase gezogen erscheinen. Ich habe selbst zu fast 70% mit Ausländern zu tun, Geschäftlich wie auch privat. Ich kann mich also sehr gut in die Situation von einigen meiner türkischen Mitbürger reinversetzen und ich glaube vieles auch gerne, vor allem wenn ich lese, wie jemand „routinemäßig“ am Bahnhof kontrolliert wird, während noch tausend andere dort stehen. Und wenn ich mir meinen Bahnhof so ansehe, dann verstehe ich schon, wieso das manchmal passiert – Hose in der Kniekehle, Bauchtasche und am Handy ganz laut Massiv hören, rauchen und Biertrinken, rumpöbeln… und sich dann beschweren, wenn man kontrolliert wird. Mal im Ernst, das ist doch so provokant, was erwartet man denn da? Auf der anderen Seite habe Ich erlebt, wie jemand absolut unauffälliges kontrolliert wird, der auch Ausländer ist (den ich kenne, ich war dabei). Wer legt fest, ob eine durchaus routinemäßig ausgeführte Kontrolle Schikane oder wirklich nur Routine ist?

Und außerdem…

Nur weil jemand gegen eine Forderung von Migranten ist, heißt das nicht, dass er selbst totalitär als Ausländerfeindlich abgetan werden kann, auch wenn die Aussage an sich womöglich ausländerfeindlich im Sinne von „negativ auf die Aussage der jeweiligen Minderheit bezogen“ war, aber ey, wisst Ihr was? Das ist marginal. Das ist kein Fass, dass es sich aufzumachen lohnt – weil es einfach Strohhalme sind, an die Ihr euch teilweiße klammert, mit denen Ihr neue „Drecksrassisten“ erschaffen wollt, damit euer Gehetze noch besser fruchtet.

Wenn ich schreiben würde: „Wow, scheiß Ausländer, ich hasse alle.“, dann, aber auch nur dann, würde ich die Aufregung, die teilweise bei ein paar geistig Zurückgebliebenen entstanden ist, verstehen. Wenn ich aber sage, dass ich es gut fände, dass ein zugezogener Ausländer nach einem Knastaufenthalt und mehreren Gewaltverbrechen durchaus keine Berechtigung mehr hat, diesem Land zu schaden, in dem er hier seine Straftaten begeht und deshalb abgeschoben werden wird, dann ist das nicht rassistisch. Das ist fair. Natürlich ist es für das Individuum absolut ärgerlich, wieder in das Land zurück zu müssen, aus dem er floh/nicht länger leben kann/bla, aber dann in dem Gastgeberland Straftaten zu begehen und sich danach über jeden aufzuregen, der seine Abschiebung wünscht, das ist paradox.

Das nur mal als etwas detaillierteres Beispiel. Darüber hinaus sollte euch mal klar sein, dass das, was einige von euch schreiben, als Rufmord gilt und wenn Ihr schon so politisch korrekt sein wollt, dann haltet euch an die hier geltenden Gesetze und unterlasst das, ansonsten gibt’s in Zukunft Post.

Ich lass mich doch nicht von irgendwelchen minderwertigen Untermenschen als Nazi bezeichnen.

Ihr habt sie doch nicht mehr alle.