Favstar50 DE und der Blogpost

Geschrieben von kingalca am 15. Februar 2014
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Favstar50 DE und der Blogpost

Hallo meine Freunde und Nicht-Freunde,

heute habe ich den Eintrag des neuen Favstar-50-DE „Bots“ gesehen und gelesen, nämlich hier. An und für sich eine nette Idee und auch wirklich sinnvoll, dass jetzt selbst zu machen. Da wird vermutlich auch früher oder später einiges an Zeit drin stecken und sowas sollte man wertschätzen. Was aber zu abruptem Kopfschütteln führte ist der Glauben an technologisches Verständnis, wenn man keines hat. Eeine Passage, die dort drin stand, war absoluter Quatsch und sie beweist, dass mal wieder jemand, der absolut keine Ahnung von Technik hat so tut, als ob er eben doch Ahnung hätte:

Favstar muss mit zunehmenden Nutzerzahlen in Serverkapazitäten investieren. Das kostet. Und da nicht jeder eine Pro-Mitgliedschaft erwirbt, sind die Einnahmen proportional zur zunehmenden Nutzerzahl abnehmend. APIs lässt sich Twitter selbst eine Stange Geld kosten. Wer Clients wie Tweetbot nutzt weiß, es ist nicht die Entwicklung der Software die so teuer ist, sondern die von Twitter bereitgestellte limitierte und kostspielige Anzahl von zur Verfügung gestellten APIs.

Das ist der wohl sinnbefreiteste Textausschnitt, den ich je gelesen habe. Twitter lässt sich die APIs eine Stange Geld kosten? Wie bitte? APIs, also Application Programming Interfaces bieten die allermeisten Firmen in der Regel kostenfrei an. Facebook, Twitter, Google+, … sie alle gehören zu den allermeisten Firmen. Und doch: die Entwicklung kostet Geld.

Twitter verdient an den API Zugriffen überhaupt nichts, abgesehen natürlich von den daraus resultierenden Werbeeinnahmen. Die Argumentation, dass Favstar Geld verdienen muss, weil Twitter so böse ist und Geld von API-Usern abgreift, ist also Bullshit.

Wieso braucht Favstar Geld? Was richtig ist: die Anforderng an Server und Ressourcenmanagement innerhalb der Rechenlandschaft steigt. Da die Daten sicherlich in einer SQL-Datenbank gespeichert werden, dürfte die allermeisten Kosten für die Wartung und Erweirterung der SQL-Recheneinheit draufgehen. Und genau DAS kostet Geld. Traffic, Strom, der Platz im Rack des Hosters, bla bla bla, das sind Kostenfaktoren.

Es auf die API zu schieben zeugt nur von technischem Unwissen, was man aber auch an der Technik sieht, wie der neue manuelle Dienst arbeiten will: man soll eine Mail schreiben, damit der Retweet geschieht. Nur ein Tweet pro Account am Tag.

Wie das Praktikantenteam es managen will bei ansteigender Anforderung alle Tweets korrekt und „sofort“ zu retweeten weiß ich auch nicht, mit GMAIL-Funktionen geht es aber jedenfalls nicht, aber solange da nur ein paar Tweets von den üblichen Verdächtigen retweetet werden ist das ja alles im Lot. Hauptsache die Werbetrommel für Analogbotschaften wird weiter fleissig gerührt. Da kann man sich ja ausdenken, wer dahinter steckt.

Nichts desto trotz wünsche ich den Leuten hinter dem Projekt viel Erfolg.