Die Dummheit der Polizeibeamten.

Geschrieben von kingalca am 11. Juni 2013
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Die Dummheit der Polizeibeamten.

Man könnte meinen, dass die Polizei ein gut-organisierter Verein ist. Könnte man meinen. Oder man setzt sich mit der harten Realität auseinander und merkt: die haben ja von nix eine Ahnung. Freilich wissen die, was Facebook ist, aber wenn man Beamten erklären muss, was ein Tweet ist, obwohl Sie als Beamter in der Abteilung für Internetkriminalität agieren, dann muss man sich doch wirklich fragen, ob die ganzen tausenden von Euros an Steuergeldern tatsächlich gut investiert sind.

Ich erinnere mich an einen Blogeintrag einer Dame, der mit dem Tode gedroht wurde, die auch Twitter hatte. Sie wurde von den Beamten am Ende angezeigt, weil Sie SM-Bilder auf Ihrer Homepage angezeigt hatte. Von den Drohungen aus dem Internet war dann auch keine Rede mehr.

Heute laß ich einen Artikel auf gutjahr.de, in dem man dem Pressesprecher der Stelle München erklären musste, was ein Tweet ist.

Ist das zu viel verlangt? Ist es wirklich zu viel verlangt, von Beamten, die doch sonst immer auf wichtig tun, sich unserer Zeit anzupassen?

Anstelle von Prügelkommandos auf Occupy-Demos sollte man diese Zeit lieber in eine zeitgerechte Aufklärung investieren.

Ich bin wirklich erschüttert darüber, wie schlecht sich die lieben Herren und Damen unserer hoch geschätzten Polizei sich mit dem Internet auskennen. Was? Twitter? Kenn ich nicht. Facebook, ja. Was ist ein Blog? Vielleicht ist es meinem Job geschuldet, dass ich so was lächerlich finde, aber wer nicht weiß, was ein Tweet ist sollte nicht in einer Branche arbeiten, in der man sich mit so was auskennen MUSS. Und speziell als Kriminalbeamter, der Internetkriminalität bekämpfen soll ist das  wohl wirklich das mindeste, was man erwarten kann. Sicher, es sind nicht alle gleich und es gibt auch Straßenpolizisten, die so was nicht wissen müssen. Grundsätzlich muss das ja niemand wissen. Aber wohl jeder, der von sich selbst behaupten möchte, etwas mit dem Internet zu machen. Heutzutage MUSS man schlicht und ergreifend wissen, was im Internet abgeht und wer der Platzhirsch ist und das ist nun mal Facebook, Twitter und andere vergleichbare Platformen.

Man kann viel über die Methoden der Polizei sagen. Die einen meinen, dass es gut ist, wie vorgegangen wird, die anderen meinen, dass das Blödsinn sei. Als ich in Köln letztes Wochenende ein kleines Problem mit der Polizei bekommen habe (ich twitterte darüber…) führte ich mit dem jungem Beamten ein freundliches Gespräch – ich fühlte mich gar nicht bedrängt oder unwohl, obwohl ich 10€ zahlen musste, weil wir zu fünft über die Straße gegangen sind, obwohl die Ampel rot war. Ich sagte, dass die Beamten hier ja ziemlich freundlich seien. Seine Frage darauf, ob ich denn öfter mit der Polizei zu tun hätte erwiderte ich mit „Ernsthaft? Waren sie schon mal in München? Da kann man noch so gesetzestreu sein, da hat man einfach zwangsläufig mit der Polizei zu tun und die sind alles andere als nette Menschen.“, das Gespräch fand dann auch rasch sein Ende. Dennoch, der Typ war wirklich freundlich und ich würde mir sehr wünschen, dass die Verfassung dahingehend geändert wird, dass die Polizei speziell in Bayern nicht mehr so brutal und willkürlich vorgehen darf.

Die Polizei ist auch schon lange nicht mehr das, was sie ursprünglich mal war. Das Staatsorgan ist lange kein Beschützer der Ordnung mehr, sondern korrupte und willkürliche charakterlose Hüllen, die für etwas einstehen, dass absolut dämlich ist.