BILD von IS-Prozess ausgeschlossen. Gut so.

Geschrieben von kingalca am 4. August 2015
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BILD von IS-Prozess ausgeschlossen. Gut so.

Hallo Leute,

 

heute habe ich einen etwas erheiternden Tweet von Kai Diekmann gelesen, in dem es darum ging, dass BILD-Mitarbeiter vom IS-Prozess ausgeschlossen wurden, weil Sie den Angeklagten unverpixelt in Ihren Kanälen abgebildet haben. Vornweg: der Richter gab als Mindestanforderung an Fotografenteams, dass der Beschuldige ausschließlich verpixelt veröffentlicht werden darf. Die BILD hält sich nicht daran und wird daher vom Prozess ausgeschlossen. Das empört das Propaganda-Blatt extrem und versteht nicht, wieso.

Dann noch ein weitere Tweets darüber, dass der Angeklagte ja auch unverpixelt TV-Interviews gäbe und dass, was im Tweet oben drüber steht.

Liebe Leute vom kompletten Axel-Springer-Verlag: mir ist bewusst, dass eure Rechtsauffassung nicht die selbige wie der meisten Bürger und die von Gerichten ist, deshalb seid Ihr auch mittlerweile so unbeliebt und deshalb geht auch euer Umsatz zurück. Aber ich will euch auch mal erklären, weshalb Ihr raus geschmissen wurdet, nur für den Fall, dass Ihr immer noch über eure „Pressefreiheit“ sprechen wollt, die euch ja angeblich verwehrt bleibt. Wenn ein Richter sagt: „Bilder vom Angeklagten während der Verhandlung nur verpixelt“, dann heißt das: BILDER VOM FUCKING ANGEKLAGTEN WÄHREND DER FUCKING VERHANDLUNG NUR FUCKING VERPIXELT. Ende. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn der Angeklagte danach der Meinung ist, er könne TV-Interviews geben, dann ist das sein Recht. Wenn Ihr das Blatt seiner Wahl gewesen wärt hätte er auch euch ein Interview gegeben, aber Ihr seid leider nur die BILD und kein relevantes Tagesblatt wie bspw. die Süddeutsche, auch wenn Ihr die größte Auflage habt, oder hattet.

Noch ein Knaller:

Lieber Herr Reichelt: Nein, müsst Ihr nicht. Ihr verstoßt gegen Auflagen des Gerichts, werdet raus gekickt und das wars. Wenn das Gericht der Meinung ist, dass der Angeklagte verpixelt werden soll, bspw. weil er sonst Gefahr läuft von anderen verletzt oder gar getötet zu werden, dann dient das dem Schutz der Bevölkerung und einzelnen Wutbürgern, sowie auch dem Angeklagten selbst. Das ist der Verhandlungsfreiraum des Gerichts. Was der Angeklagte außerhalb des Saals tut, ist eine andere Geschichte. Klar, er hätte besser keine anderen Interviews geben sollen, aber dass ist schlicht und ergreifend seine Entscheidung.

Ende der Durchsage.

An alle meine Leser kann ich darüber hinaus nur appellieren, dieses Boulevardblatt nicht weiter zu lesen. Steht nur Schund und vor allem falscher Schund drin.